EUROPAHOMERACCONTATO DA VOISVIZZERAVIAGGIZERMATT

ZERMATT E IL CERVINO

Testo e foto di Gabriela Fust

Wenn ich im Zug von Zermatt nach Täsch sitze, also auf der Heimreise, dann bin ich zufrieden und mit einem Lächeln im Gesicht und habe schon wieder Heimweh. Und dann stelle ich mir vor, wie es ist, wenn man zum ersten Mal aus dem Zug steigt und in diese faszinierende Welt eintaucht. Ich nehme euch mit, gleich jetzt.

Mit dem Auto kommt ihr nicht nach Zermatt, zumindest nicht mit dem eigenen. Obwohl, wir haben da auch schon lustige Momente erlebt, als wir durchs Dorf liefen und uns plötzlich ein Auto entgegenkam mit französischem Kennzeichen. Hier nocheinmal ganz offiziell: Zermatt ist autofrei. Das heisst: ihr fahrt entweder mit dem Zug von Visp her kommend oder stellt euer Auto in eine Garage in Täsch, dem Dorf vor Zermatt. Von da aus könnt ihr bequem mit dem Shuttle-Zug im 20-Minuten-Takt und nach einer kurzen Reisezeit von 12 Minuten nach Zermatt gelangen. Als Alternative gibt es einen Taxi-Service ab Täsch. Empfohlen sei hier auch eine Fahrt mit dem Glacier Express (https://www.glacierexpress.ch/) von St. Moritz quer durch die Alpen auf 291 km Schienen und über 291 Brücken.

Da seid ihr nun also, herzlich willkommen! Habt ihr ein Hotel mit Abholservice gebucht? Dann steigt ihr ins wartende Hoteltaxi und lässt euch zum Hotel bringen. Vielleicht liegt das Hotel oder die Pension nicht weit vom Bahnhof? Dann empfehle ich den Weg entlang der Bahnhofstrasse, zu Fuss oder mit einer Pferdekutsche (ganzjährig möglich). Oder ihr nehmt einen der E-Busse oder lasst euch mit einem Elektrotaxi fahren. Vorsicht! Es gibt bis auf die Abfallentsorgung und den Ambulanzdienst keine benzinbetriebenen Fahrzeuge. Die Elektroautos sind klein und wendig und fahren dementsprechend zackig durch die Gassen, wie auch die ortskundigen Fahrradfahrer. Die Skilehrer erkennt ihr im Winter ganz einfach, sie transportieren ihre Skier in einem speziell angefertigen «Gepäckträger» auf dem Fahrrad.

In der Unterkunft angekommen und Sachen ausgepackt? Dann würde ich als Erstes einen kleinen Spaziergang unternehmen. Und zwar zur Kirche mitten im Dorf, und von da entlang der Kirchstrasse Richtung Restaurant Old Zermatt laufen. Auf der Kirchbrücke hat man, sofern das Wetter mitspielt, einen ersten fantastischen Blick aufs Matterhorn, das Ganze Jahr hindurch.

Hier findet ihr noch ein paar weitere Photopoints:

https://www.zermatt.ch/Attraktionen/Photopoints-Wochentipps-Zwischensaison/Photopoints

Wenn ihr offen für kulinarische Erlebnisse seid, würde ich ein Raclette oder Fondue (beides mit Käse) probieren, oder eine richtige Rösti (Kartoffelgericht) mit Spiegelei und Speck versuchen. Das älteste Restaurant in Zermatt befindet sich in der Nähe der Kirche und heisst Du Pont.

Wieviele Tage habt ihr Zeit? Hier ein paar Programmmöglichkeiten mit unterschiedlichen Anzahl Tagen:

1 Tag

Reise auf den Gornergrat mit der www.gornergratbahn.chIn rund 35 Minuten seid ihr auf dem Gipfel (ganzjähriger Betrieb, in der Hochsaison alle 24 Minuten). Bereits die Bahnfahrt ist ein Highlight, und insbesondere im Herbst mit den unterschiedlichen Farben eine Wohltat für die Seele.

https://youtu.be/3BodDfRxOic

Den schönsten Blick aufs Matterhorn soll es angeblich vom 3089 Meter hohen Gornergrat geben. Aber nicht nur das: Blick zu den Gletschern der Monte Rosa und aufs kleine Matterhorn. Falls ihr Hunger habt, gibt es ein gepflegtes Restaurant (bedient oder Selbstbedienung). Und einen Souvernirshop.

Nach einem Fussmarsch zum Riffelberg (ca. 1 Stunde, gutes Schuhwerk anziehen), mit Zwischenstopp am Riffelsee – bei Windstille mit Spiegelung des Matterhorns – geht es mit der Gornergrat-Bahn oder mit der Gondelbahn via Furi wieder ins Tal. Zum Abschluss des Tages unbedingt einen Spaziergang durchs Dorf einplanen.

2 Tage

Tag 1: Ausflug auf den Gornergrat

Tag 2: Ausflug auf die Sunnegga

Mit dem Sunnegga-Express fahrt ihr in nur 4.5 Minuten auf die auf 2‘280 m gelegene Alp Sunnegga. Dort erwartet euch eine wunderbare Aussicht auf den Gornergrat und das Matterhorn. Angeblich habe die Pyramide des Matterhorns von hier aus die perfekte Form.

Im Sommer lockt der Leisee zum Baden, im Winter können die ersten Skiversuche im Wollipark gestartet werden. Wer fit genug ist, kann ins Tal wandern (verschiedene Wege, der kürzeste und steilste über die Findeln dauert rund 1 ½ Stunden). Wer Hunger hat, kommt auf dem Gourmetweg (https://www.zermatt.ch/Media/Wanderungen-Touren-planen/Gourmetweg) nicht aus dem Staunen heraus: der Weg führt an zahlreichen Bergrestaurants mit Weltruf vorbei! Auf der Sunnegga selber gibt es ebenfalls ein Restaurant, und wer nur die Aussicht geniessen mag, fährt bequem mit der Bahn wieder ins Tal.

3 Tage

Tag 1: Ausflug auf den Gornergrat

Tag 2: Ausflug auf die Sunnegga

Tag 3: Klein Matterhorn und Gletscherpalast

Heute geht es hoch hinauf! Und zwar auf 3‘883 m, weshalb dieser Ausflug nicht am ersten Tag geplant ist. Die Höhe kann einem zu schaffen machen, und eine Angewöhnung im Dorf (Zermatt Dorf liegt auf 1‘608 m) von mindestens einem Tag ist zu empfehlen. In luftiger Höhe befindet sich die höchstgelegene Luftseilbahn und Bergstation Europas. Mit dem Gipfellift kommt ihr auf die Aussichtsplattform mit einer 360°-Panoramasicht auf 38 Alpenriesen. Mit einem Personenlift geht es 15 Meter tief unter die Eisoberfläche des Gletschers. Lasst euch vom märchenhaften Palast im ewigen Eis verzaubern.

https://www.matterhornparadise.ch/de/winter/ausflugsziele-am-berg/matterhorn-glacier-paradise

Am 29. September 2018 wird die höchste 3S Bahn der Welt eröffnet, der #matterhornglacierride. Die Inbetriebnahme der hochmodernen Anlage mit 25 Kabinen zu je 28 Sitzplätzen findet auf Beginn der Wintersaison 2018/19 statt.

Ph ©Gabriela Fust
Das Dorf

Im Dorf selber gibt es viel zu entdecken. Der allabendliche Spaziergang durchs Dorf gehört dazu. An Regentagen könntet ihr das Matterhorn Museum besuchen, oder auch ins Kino gehen. Ein Zvieri in einem der Dorf-Cafés inkl. Kaffee und Kuchen ist auch immer etwas Feines. Auch Shopping lässt sich machen! Nebst den grossen internationalen Ketten gibt es in Zermatt immer noch viele kleine lokale Lädeli mit ihren Spezialitäten (Schokolade, Kleider etc.). Wie wäre es mit einem geführten Dorfrundgang? https://www.zermatt.ch/dorferlebnisse/Dorfrundgang

Zermatt hat übrigens 5’775 Einwohnerinnen und Einwohner, und pro Einwohner kommen 218 Übernachtungen pro Jahr. Gerade zu Spitzenzeiten wie Weihnachten/Neujahr sind sämtliche Betten besetzt. Und dennoch ist es hier immer ruhig, stressfrei, entschleunigend. Ausser vielleicht um 18 Uhr, wenn alle von der Piste oder Wanderweg kommend noch kurz etwas einkaufen müssen – dann herrscht ein grosses Gewusel J

Übrigens: auch vom Dorf aus sieht man immer wieder den Berg.

Ihr werdet staunen, wie komplett unterschiedlich dieser majestätische Berg aussieht. Je nach Tageszeit, Jahreszeit oder Sichtwinkel erscheint ein anderer Berg. Und doch ist und bleibt es das Matterhorn. Ich habe es wahrscheinlich schon tausend Mal und mehr fotografiert, weil es mich immer wieder fasziniert. Aber eben nicht nur das Matterhorn, sondern die gesamte Bergwelt. Im Kanton Wallis liegen 41 Viertausender der insgesamt 48 im ganzen Land, und davon türmen sich 36 um das Mattertal, was die grösste Konzentration von Hauptgipfeln der Viertausender in den Alpen ist. Das Matterhorn liegt übrigens 4478 m. ü. Meer und hat eine faszinierende Anziehung weit über die Landesgrenzen hinaus. Majestätisch trohnt es da. Und lässt mich nie mehr los. Und deshalb werde ich jedes Mal, wenn ich aus dem Zug steige, wieder staunen und alles in mich aufsagen, als wäre es das erste Mal.

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